Im Portrait: Schwarzwild

IM PORTRAIT SCHWARZWILD

Im Portrait: Schwarzwild

Aufgewühlter Boden, ein stechender Geruch, ein typisches Trittsiegel und dann noch ein tiefes Grunzen aus dem Dickicht – du hast ihn gefunden, den Wüdian unter den Waldbewohnern, das Wildschwein. Aber keine Angst, denn das Wappentier des Wüdian ist nur in seltenen Fällen gefährlich und macht sich meist vom Acker, wenn Menschen im Anmarsch sind. Die Tiere sind nämlich keinesfalls dumm und können uns schon von weitem riechen und hören.

Lieblingswild

Fact BOX

Lat. Bezeichnung

Sus scrofa

Einheimische bezeichnung

Wüdsau, Oachebär

Männlich

Keiler


Weiblich

Bache

Jungtiere

Frischlinge, später Überläufer

Lebensraum

Laubwälder, feuchte Mischgebiete


Nahrung

Allesfresser

Familienverband

lebt in Rotten

Schusszeit

Ganzjährig, führende Bachen werden jagdethisch geschont

Der eigentlich aus Asien stammende Waldbewohner ist in den heimischen Wäldern und Feldern nicht nur stiller Gast. Durch die hohe Vermehrungsrate ist das Wildschwein jedoch nicht ausschließlich im Wald zuhause. Es ist selten auch in bewohnten Gebieten anzutreffen, wo es sich in Menschennähe einige Leckerbissen erhofft. Die Wildschweine verwechseln gerne landwirtschaftliche Nutzflächen mit eigens für sie errichteten Speisetafeln, weshalb sie bei unseren Landwirten keine gerngesehenen Gäste sind.

Egal, wo ihr auf eine Wildschweinrotte trefft, ruhig bleiben ist die Devise. Meist sind die Wildschweine keineswegs auf Ärger aus und sind so schnell wieder im Gebüsch verschwunden, wie sie aufgetaucht sind. Ihr solltet also in diesem Fall einfach ruhig stehen bleiben und den seltenen Anblick der freilebenden Tiere genießen. Gefährlich wird es nur, wenn ihr die Schweine überrascht und sie Frischlinge dabeihaben. Oft reagieren sie dann gefährlich verärgert, wenn man ihnen zu nahe kommt. Wildschweine sind für ihre Körpermasse richtig schnell und Keiler haben scharfe Hauer, mit denen sie euch verletzen können. Aber auch, wenn euch ein aufgebrachtes Tier gegenübersteht, versucht stets ruhig zu bleiben und langsam zurückzuziehen.

In den vergangenen Jahren hat sowohl das jagdliche Aufkommen von Wildschweinen als auch die ernährungstechnische Bedeutung dieser freilebenden Schweinegattung zunehmend an Relevanz gewonnen.

Wildschwein im Wald
Frischlinge im Wald

Allein im Jagdjahr 2019/20 wurden österreichweit rund 47.300 Stück Schwarzwild erlegt. Leider wurde nur ein Teil davon auch im Erlegerland den Konsumenten angeboten. Ein großer Teil davon geht nach wie vor in den Export.

Unser Ziel beim Wüdian ist es daher also, allen, die Wert auf Nachhaltigkeit und beste Qualität aus der Region legen, puren Genuss aus Wildschweinfleisch zu ermöglichen. Nach dem Schuss wird jedes Stück eingehend kontrolliert und untersucht, bevor es als Rohfleisch oder veredelt zu Salami, Speck und unseren bekannten Wüderln zu euch in den Markt kommt. Das von uns erlegte Schwarzwild, welches unser Wappentier darstellt und zu dem wir von Beginn an eine besondere Beziehung hatten, hat ein Leben in freier Wildbahn geführt. Anders als herkömmliches Schweinefleisch, wurde es niemals mit Futtermitteln oder Medikamenten behandelt und stellt darum eine besonders gute Alternative zur Massentierhaltung dar. Eine echt wüde Geschichte, ganz nach unserem Geschmack.

Verwertbar sind neben den „Gustostücken“, wie Rücken und Schopf natürlich auch die Keule als Schnitzel oder Braten und ebenso die Schulter für ein gutes Ragout.

Wem jetzt schon der Magen knurrt, der kann sich in unserer Rezeptesammlung umsehen und sich so den Wüdian direkt nachhause holen.


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